Facebook öffnet den Zugang zu Adressen und Telefonnummern

Wie in den letzten Tagen bekannt wurde, hat Facebook die Grenzen zu den Adressen und Telefonnummern der User von Facebook für unterschiedliche Anwendungen geöffnet. Damit steht es jeglichen Blogbetreibern und Anwendungen, wie Apps und ähnliche Funktionen frei, persönliche Daten von Facebooknutzern zu erfragen.

Dies wirft bundesweite Kritik auf. Laut den Betreibern von Facebook würde zwar jeder Nutzer vor dem Freischalten dieser Aktion eine Mitteilung erhalten, indem jeder Nutzer einer Weitergabe der persönlichen Informationen zustimmen müsse, doch trägt dieses Unterfangen sicherlich große Risiken.

So ist wohl davon auszugehen, dass ein Großteil der Nutzer diese Nachricht nur halbherzig liest und dadurch seine Daten mit nur einem unbewussten Klick freigibt. Dies müsste jedoch durch eine Offenlegung des umstrittenen Vorhabens verhindert werden. So müssten die Nutzer sehr viel mehr Informationen und Sicherheitsrisiken erhalten, was nun genau mit den persönlichen Daten geschieht, wenn sie diese mit einem Klick der Weitergabe der selbigen zustimmen.

Hier ist die eigene Kompetenz im Umgang mit Medien und des Wissens der Anfälligkeit von persönlichen Daten gefragt. Da gerade die junge Generation dieses Wissen eher nicht besitzt, ist gerade diese von dem Missbrauch der eigenen persönlichen Daten betroffen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.

Oft wird die eigene Adresse oder die Telefonnummer aus unbedachten Gründen angegeben. Dies nutzen Online-Kriminelle oft für sich aus und sammeln persönliche Daten für ihre illegalen Machenschaften.

Facebook selbst hat im Sinn, durch die Offenlegung von persönlichen Daten der Facebooknutzer eine Vernetzung von unterschiedlichen Online-Aktivitäten zu erhalten. So sollen verschiedenste Apps auf Facebook auf die Interessen der Nutzer besser individuell eingehen können.

Ob dieser Zweck jedoch der Ausnutzung von persönlichen Daten geschuldet werden sollte, bleibt fraglich. Letztlich führt es uns wieder vor Augen, dass es immens wichtig ist, sich selbst besser zu informieren und abzuwägen, für wen man persönliche Daten freigibt. Die Medienkompetenz muss bundesweit besser geschult und trainiert werden.

Wiki-Watch

Wiki-Watch ist ein Onlineprojekt, das an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) im Studien- und Forschungsschwerpunkt Medienrecht (juristische Fakultät)durchgeführt wird. Wiki-Watch hat eine deutsche (http://wiki-watch.de) und seit kurzem auch eine englischsprachige Domäne (http://wiki-watch.org). Das Team besteht aus den beiden Leitern Prof. Johannes Weberling und Prof. Wolfgang Stock, sowie aus Thomas Hofmann, Maximilian Kall, Dr. Silvia Mazura und Bahador Saberi.

Im allgemeinen wird versucht Wikipedia transparenter zu machen, da die Leser der Quelle sonst blind vertrauen müssen. Auch Manipulationen an Texten sollen zukünftig ausgeschlossen werden. “Wir vertrauen alle Wikipedia, aber wir wissen nicht, wer an den Artikeln gearbeitet hat und wie zuverlässig sie sind”, sagt Wolfgang Stock.

Außerdem hilft Wiki-Watch neuen Autoren mit Tipps und Tricks sich gegenüber alten Autoren (ca. 300 Administratoren) durchzusetzen.

Wiki-Watch funktioniert im allgemeinen wie Wikipedia und kann dem Browser als weitere Suchmaschine hinzugefügt werden. Man gibt den gesuchten Begriff in ein Suchfeld ein und erhält den Artikel, so wie er in Wikipedia steht ergänzt durch Wiki-Watch Informationen.

Diese Informationen bestehen aus diversen Statistiken z.B. der Anzahl der Autoren, welche an dem Artikel gearbeitet haben, Besucherstatistiken der Seite in Verhältnis zu einem Beobachtungszeitraum, sowie einer formalen Bewertung der Zuverlässigkeit der Quelle.

Die Hauptkriterien für die Bewertung sind die Anzahl der Autoren und der Quellen eines Artikels. Je besser eine Bewertung umso mehr Sternchen erhält der Artikel. Seit Dezember wurde Wikitrust in das Bewertungsverfahren integriert. Dieses zeigt anhand von Farbabstufungen zusätzlich die Vertrauenswürdigkeit von einzelnen Textpassagen an.

So zeigt der Eintrag zu Michael Jackson, dass dieser Beitrag von insgesamt 770 Autoren bearbeitet wurde und 2.502 Bearbeitungen erfahren hat. Der Beobachtungszeitraum ist Differenzierbar von vor 1 Stunde bis von vor 1 Monat und gibt wieder z.B. wieder wieviele Besucher im Zeitraum auf der Seite waren. Das Wiki-Watch Projekt wird aus Spenden finanziert. Logo © Wiki-Watch

Werbemarkt in Deutschland boomt

Die deutsche Werbebranche boomt seit 2010 wieder. Wie das Hamburger Medienforschungsunternehmen Nielsen am 12.01.2011 bekannt gab, wurden im Jahr 2010 gut 25 Milliarden Euro in herkömmliche Medien investiert.

Mit einem enormen Wachstum von 11 Prozent verzeichnet die deutsche Werbebranche einen beachtlichen und neuen Höchststand im Vergleich zum schwachen Vorjahr. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 16,2 Prozent mehr in Fernsehwerbung investiert. Das sind unglaubliche 10,9 Milliarden Euro.

Auch die schaltung von Werbung in den Tagesblättern verzeichnete einen Anstieg von 1,1 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr und in den Illustrierten sogar ein Anstieg von 4,3 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro.

Radio lohnt sich, dort wurden 1,4 Milliarden Euro erwirtschaftet, das bedeutet eine Steigerung um 5,2 Prozent. Am stärksten legte der Onlinewerbemarkt zu. Mit voluminösen 34,8 Prozent wurden daraus 2,4 Milliarden Euro an Werbeeinnahmen erzielt.

Auch die Plakatwerbung konnte ein Plus von 6,4 Prozent verbuchen und erzielte somit 970 Millionen Euro. Die Medien Kino und Fachzeitschriften konnten ebenfalls einen Anstieg erzielen. Nach Aussagen von Nielsen haben alle klassischen oder traditionellen Medien im Jahr 2010 von der Entwicklung im Bereich der Werbung Gewinn gemacht.

Laut Ludger Wibbelt haben viele Onlinefirmen die ihre Internetdienstleistungen möglichst schnell bekannt machen und verbreiten wollen verstärkt auf die Werbung im Fernseher gesetzt. Wibbels bezeichnete den geteilten Einsatz von TV-Spots und etwas Onlinewerbung als optimalen Mix. Die Branche der Online-Dienstleistungen, der Versandhandel, die Automobilhersteller sowie die Süßwarenhersteller und Musikbereiche steigerten ihre Ausgaben an Werbekosten deutlich.

Dagegen sparten die Discounter und Milchproduktehersteller im Bereich der Werbung. Bei den vom Medienforschungsunternehmen Nielsen genannten Zahlen handelt es sich um Bruttowerbezahlen und diese liegen in der Regel deutlich über den tatsächlichen Einnahmen der Firmen die Werbung schalten.

Die Bruttozahlen und die tatsächlichen Einnahmen variieren aufgrund von Rabatten die Großkunden geboten werden. Bild: © stock.xchng (SXC)

Web 2.0 Personalsuche

Fast 30 Prozent aller Firmen bieten Jobs in sozialen Netzwerken an, diese Unternehmen suchen direkten Kontakt zu potenziellen Bewerbern und Online-Jobbörsen sind das wichtigste Medium für Stellenanzeigen. Die Unternehmen suchen neue Mitarbeiter verstärkt in sozialen Online-Netzwerken wie Facebook, StudiVZ oder Xing.

Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM unter 1.500 Firmen aller Branchen ergeben. Danach veröffentlichten im Jahr 2010 bereits 29 Prozent aller Unternehmen offene Stellen in Online-Communitys. Im Jahr zuvor waren es erst 12 Prozent. „Das Web 2.0 ist der Stellenmarkt der Zukunft“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Die Unternehmen müssen dort präsent sein, wo sich die Menschen beruflich und privat vernetzen, Informationen sammeln oder einen Teil ihrer Freizeit verbringen.“

Das wichtigste Medium für die Veröffentlichung von Jobangeboten sind allgemeine Online-Jobbörsen wie Stepstone oder Monster: Hier veröffentlichen 71 Prozent der Unternehmen offene Stellen. Es folgt die eigene Website, die von zwei Drittel aller Firmen genutzt wird. 55 Prozent der befragten Unternehmen schalten Stellenanzeigen in Printausgaben von Zeitungen. 23 Prozent der Firmen nutzen Branchenspezifische Online-Jobbörsen und 20 Prozent Print-Fachmagazine.

Die BITKOM-Umfrage zeigt, dass sich soziale Netzwerke bei der Personalsuche neben den Internet-Jobbörsen und der eigenen Homepage als drittes Online-Medium etablieren. Insbesondere große Unternehmen nutzen das Web 2.0 für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter.

58 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern veröffentlichen Stellenanzeigen in sozialen Netzwerken, während es bei kleinen und mittelständischen Firmen erst 29 Prozent sind. Unterschiede gibt es auch zwischen den Branchen: Bereits 41 Prozent der befragten ITK-Unternehmen nutzen das Web 2.0 bei der Personalsuche, aber erst 16 Prozent der Baufirmen.

Die Personalabteilungen sind in den sozialen Online-Netzwerken in der Regel mit eigenen Profilen zu Karrierethemen präsent. Dort finden Bewerber neben Stellenanzeigen zum Beispiel Veranstaltungshinweise, Videos mit Informationen zum Arbeitgeber oder eine Pinnwand für Fragen oder Meinungsaustausch. Scheer: „Unternehmen sollten potenziellen Bewerbern einen einfachen, direkten Kontakt ermöglichen. Hier spielen die sozialen Online-Netzwerke ihre Stärken aus.“

Zur Datenbasis: Das Marktforschungsinstitut ARIS Umfrageforschung hat im Auftrag des BITKOM 1.500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft, Mehrfachnennungen waren möglich. Quelle & Bild: © BITKOM

SEO Klitsche nicht investigativ

Die SEO Klitsche rühmt sich immer ihres investigativen Journalismus, doch das ist in diesem Fall mehr Schein als Sein, wie wir gestern auf Grund des Klitschen-Artikels: “Sistrix verkauft links auf seiner Toolboxseite” feststellen mussten. Daher kommen wir nicht umhin das etwas genauer und gründlicher richtigzustellen.

Wie unser Team (siehe Bild) in einer mühevollen, nächtlichen Recherche festgestellt hat, verkauft Johannes Sistrix Beus links auf seiner Toolboxseite zwar nur die Toolbox, aber wie dieser Link (Facebook) verdeutlicht ist Johannes Sistrix Beus auch in zwielichtige Linktauschgeschäfte verwickelt, zumal es sich beim Gesprächspartner um einen weithin Unbekannten in der SEO-Szene handelt.

Korrekte Suchmaschinenoptimierung orientiert sich, wie jeder SEO wissen sollte, streng an Googles Malleus Maleficarum. Hexenhammer

Umso mehr wundert es uns, das dort in aller Öffentlichkeit und auch noch durch Bildbeweise abgesichert um PR 9 Links gefeilscht wird. Wir waren bei dieser Transaktion zwar nicht zugegen, können also die genauen Details leider nicht wiedergeben, aber jeder SEO weiß, das ein Link spätestens seit Google der Dollar des Internets ist und auch wenn in den heiligen Hallen der Lichtgestalt der SEO-Szene unter dem Deckmäntelchen des “Tausches” agiert wurde so ist doch ein Tausch in gewissem Sinne auch ein “Verkauf”, gleich einem Barter-Geschäft…

Somit haben wir, ausgelöst durch das Pallenbergsche Pamphlet, das nächste Problem – wie sind getauschte Links zu behandeln, gelten die auch als Werbung und sind somit als solche zu deklarieren?

Darüber sollte Robert Basic mal nachdenken, denn was Du bis jetzt geschrieben hast a) wissen wir das alles schon und b) machen wir sowieso was wir wollen. Wir hier auch, getreu unserem Motto: Moral wird von dem definiert, der die meisten Links hat.

Bild: © The Three Amigos stock.xchng (SXC)

Gefälschte Arzneimittel

Das Parlament hat am Mittwoch, den 16. Februar ein neues Gesetz angenommen, um zu verhindern, dass gefälschte Arzneimitteln in die legale Lieferkette gelangen. Um gefälschte Arzneimittel zu bekämpfen, wird auch deren Verkauf über das Internet von den neuen Regeln abgedeckt. Neue Sicherheitsmerkmale und ein Kontrollmechanismus sollen verhindern, dass Patienten gefährliche Arzneimittel erhalten.

Die Berichterstatterin Marisa Matias (VEL/NGL, Portugal) erklärte: “Gefälschte Medikamente sind “stille Killer”, da sie entweder keine Wirkung haben oder giftige Substanzen enthalten, die die Patienten schädigen oder sogar töten können. Das Fehlen eines Rechtsrahmens fördert Fälscher, die oft im Rahmen der organisierten Kriminalität handeln. Diese kriminelle Aktivität hat stark zugenommen: seit 2005 wurden 400 % mehr gefälschte Arzneimittel sichergestellt. Der Schutz der Patienten ist Kern dieser Richtlinie”.

Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sind 1 % der über die legale Lieferkette verkauften Arzneimittel gefälscht. In anderen Teilen der Welt können sogar
mehr als 30 % der dort angebotenen Arzneimittel gefälscht sein. Außerdem werden nicht nur so genannte Lifestyle-Arzneimittel gefälscht, sondern zunehmend auch innovative und lebensrettende Arzneimittel.

Verkäufe über das Internet

Die EU-Abgeordneten hielten es für notwendig, auch den Verkauf von Arzneimitteln über das Internet zu regeln, da das Internet einer der Hauptwege ist, über den gefälschte Arzneimittel auf den europäischen Markt gelangen. In Ländern, in denen der Arznei-Handel mit Medikamenten im Internet grundsätzlich erlaubt ist, müssen die Apotheken eine Genehmigung einholen, um Arzneimittel auch über das Internet zu verkaufen.

Die jeweiligen Seiten erhalten ein gemeinsames Logo, damit Bürger in der gesamten Union erkennen können, dass sie sich auf der Seite einer genehmigten Internet-Apotheke befinden. Alle genehmigten Internet-Apotheken werden mit einer zentralen Website der Mitgliedstaaten verlinkt, die wiederum mit einer europäischen Webseite verlinkt wird. Es soll auch Informationskampagnen geben um die Bürger über die Risiken des Internetkaufs von Arzneimitteln aufzuklären.

Sicherheitsmerkmale, Rückverfolgbarkeit und Rückrufsysteme

Das neue Gesetz aktualisiert die bestehenden Regeln und führt so genannte Sicherheitsmerkmale ein, die auf den Verpackungen angebracht werden, um die Echtheit und die Identifizierung der jeweiligen Packung zu gewährleisten und um zu prüfen, ob die äußere Verpackung geändert wurde. Sicherheitsmerkmale müssen noch von der Europäischen Kommission entwickelt werden und könnten beispielsweise Serialisierungssnummern sein, die von der Apotheke “gelesen” werden können um zu überprüfen, ob die Verpackung echt ist.

Diese Sicherheitsmerkmale sollen grundsätzlich nur für verschreibungspflichtige Medikamente gelten, außer es liegt eindeutig kein Fälschungsrisiko vor. Für nichtverschreibungspflichtige Medikamente sollen sie nur in Ausnahmefällen gelten, wenn ein Fälschungsrisiko besteht.

Weiterhin müssen die Mitgliedstaaten über ein System verfügen, mit dem verhindert werden soll, dass mutmaßlich gefährliche Arzneimittel (gefälscht oder mit Qualitätsmängeln) zu den Patienten gelangen. Das System muss auch Rücknahmen bei Patienten, die die Arzneimittel bereits erhalten haben, ermöglichen.

Wird bei dem betreffenden Arzneimittel eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Gesundheit vermutet, müssen unverzüglich alle Mitgliedstaaten und alle Akteure in der Lieferkette in diesem Mitgliedstaat eine Schnellwarnmeldung erhalten. Falls davon ausgegangen wird, dass solche Arzneimittel an Patienten abgegeben wurden, muss dies innerhalb von 24 Stunden geschehen, damit diese Arzneimittel von den Patienten zurückgeholt werden können.

Vermittlung von Arzneimitteln, Ausfuhr in Drittstaaten und Sanktionen

Das heutige Absatznetz für Arzneimittel wird immer verzweigter und beinhaltet nicht nur Lieferanten, die schon von der Gesetzgebung erfasst sind, sondern auch Vermittler von Arzneimitteln. Wie von den Abgeordneten gefordert, müssen diese künftig registriert sein, wobei sie aus dem entsprechenden Register bei Nichterfüllung der Regeln wieder gestrichen werden können.

Die Abgeordneten wollten neben dem Import auch den Export von Arzneimitteln in Drittstaaten regeln. Die neuen Informationsregeln werden fortan auch für Lieferungen von Arzneimitteln an Personen in Drittländern gelten.

Letztendlich werden mit der neuen Richtlinie auch Sanktionen für Verstöße eingeführt, wobei die Sanktionen nicht weniger streng sein dürfen als die Sanktionen, die bei nach Art und Schwere gleichartigen Verstößen gegen nationale Rechtsvorschriften anwendbar sind.

Nächste Schritte:

Der von den Abgeordneten verabschiedete Text ist das Ergebnis einer mit dem Rat erzielten Einigung, der der Rat noch formell zustimmen muss. Nach der Unterzeichnung haben die Mitgliedstaaten 24 Monate Zeit, um ihre nationale Gesetzgebung anzupassen. Die neue EU-Richtlinie wurde mit 569 Ja-Stimmen, 12 Nein-Stimmen und 7 Enthaltungen angenommen. Quelle: PM © Europäische Kommision – Bild: © digpretzel, stock.xchng (SXC)

Noch kein tentativer Link zu “Gefälschte Arzneimittel”

SEO Tirol | Internet Apotheken sagt:
18. Februar 2011 um 15:49

[…] sollten Verbraucher beim Medikamentenkauf im Internet vorsichtig sein. Dubiose Anbieter bieten dort Gefälschte Arzneimittel, nicht zugelassene oder falsch dosierte Waren an. […]

SchülerVZ beliebteste Community bei Teenies

SchülerVZ ist bei deutschen Teenagern die beliebteste Internet-Gemeinschaft. Die weltweite Nummer 1, Facebook, steht bei Kindern und Jugendlichen hierzulande auf Rang 2. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM hervor. Demnach ist unter den 10- bis 18-Jährigen jeder Zweite (49 Prozent) bei SchülerVZ angemeldet, 40 Prozent nutzen das Netzwerk aktiv. Facebook liegt knapp dahinter: 42 Prozent dieser Altersgruppe sind dort Mitglied und 38 Prozent aktiv. Weitere Anbieter folgen erst mit großem Abstand. Insgesamt 77 Prozent der 10- bis 18-Jährigen sind in Communitys angemeldet, 74 Prozent nutzen sie aktiv. „Drei Viertel der Teenager bis 18 Jahre nutzen eine Online-Community, fast jeder Zweite ist sogar auf mehreren Plattformen gemeldet“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Es ist überraschend, wie wenige Karteileichen es gibt. 80 bis 90 Prozent der Accounts großer Plattformen werden aktiv genutzt.“

„Gerade in puncto Datenschutz und Sicherheit haben deutsche Netzwerke oft viel zu bieten“, so BITKOM-Präsident Scheer. „Es gibt in Deutschland ein hohes Sicherheitsbewusstsein, höhere gesetzliche Standards als in vielen Ländern und zusätzlich Selbstverpflichtungen der Anbieter“, so Scheer. Der Marktführer SchülerVZ etwa ist Unterzeichner des „Verhaltenskodex Web 2.0“ der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM). Führende deutsche Internet-Firmen sorgen mit besonderem Nachdruck dafür, dass persönliche Daten von Kindern nur für deren Freunde sichtbar sind. Sie bieten auch Beschwerde-Möglichkeiten, falls ein Kind belästigt wird. „Datenschutz und Sicherheit werden zunehmend wichtig im Wettbewerb der Anbieter“, erklärt der BITKOM-Präsident.

„Eltern sollten mit ihren Kindern über die Erfahrungen im Netz sprechen“, betont Scheer. So könnten Eltern erkennen, ob ihre Kinder möglicherweise von anderen unter Druck gesetzt werden oder Belästigungen ausgesetzt sind. „Kinder und Jugendliche sollten auch besonders sparsam mit privaten Infos im Netz umgehen.“ Gerade in Communitys nutze ein Teil der jungen Surfer die Möglichkeiten für den Datenschutz kaum.

Am 26. Januar stellt BITKOM in Berlin eine umfassende Studie zur Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen ab 10 Jahren vor. Dabei geht es um die Bedeutung des Internets im Leben der Jugendlichen, positive und negative Erfahrungen, Internetkriminalität und Belästigungen sowie Datenschutz und Begleitung durch die Eltern.

Zur Methodik: Die Angaben gehen aus einer Studie hervor, bei der mehr als 700 10- bis 18-Jährige befragt wurden. Die repräsentative Befragung wurde vom Institut Forsa im Auftrag des BITKOM durchgeführt. Quelle & Bild: © BITKOM

Datenschutz-Panne

Früher wurde der Begriff “Datenschutz” häufig für den Schutz von wissenschaftlichen und technischen Daten gegen eine Veränderung oder Verlust benutzt. Heute versteht man unter Datenschutz, den Schutz von persönlichen Daten des einzelnen Menschen.

Aus diesem Grund gibt es in der heutigen Zeit Organisationen, vor allem Behörden, die sich darum kümmern. Solch eine Datenschutzbehörde gibt es auch in Hamburg. Diese sind nach allgemeinen Quellen, nicht gerade zimperlich mit Organisationen, wenn es darum geht die Daten der gesellschaftlichen Individuen zu schützen. Bei Methoden, die nicht dem Gesetz entsprechen, kann es durch die Behörde schon einmal schnell vorkommen, dass sie schnell und effektiv vergehen.

Jedoch ist nun genau von denen, die sich eigentlich als Vorbild für den Schutz von Daten verstehen sollten, eine peinliche Panne gegen die Datenschutz-Anforderung passiert. Die Behörde betreibt eine eigene Website, mit der Adresse www.datenschtz-hamburg.de. Gerade auf dieser Seite ist es passiert, dass ein so genanntes Tracking-Programm installiert wurde. Daher wurde die Website der Hamburger Datenschützer abgeschaltet. Weil ein solches Programm gegen die Datenschutzrechte des so genannten Telemediagesetzes verstößt. Die Website www.datenschtz-hamburg.de wurde daher auf die Adresse www.datenschutz.de umgeleitet.

Was ist ein Tracking-Programm? Darunter versteht man eine Software, mit der Besucher, welche auf die Website gelangen analysiert werden. Der Websitebetreiber kann mit Hilfe des des Tracking-Programmes die Verweildauer der Besucher auf der eigenen Seite feststellen. Des Weiteren ist es genau festzustellen, von welcher anderen Website der Besucher auf die eigene Seite gelangt ist. Damit sind umfangreiche Statistiken über Gäste einer Website zu sammeln und dadurch das Verhalten dieser auch auszuwerten.

In diesem Fall ist ein Tracking-Programm der Firma *** zum Einsatz zu kommen. Dieses erhebt umfangreiche Statistiken über die Besucher, wozu auch die IP-Adresse gehört. Durch diesen Fall ist erneut zu sehen, dass selbst die, welche uns kontrollieren sollen auch nicht unfehlbar sind. Bild: © moonfire8 stock.xchng (SXC)

Streit über Google Analytics

Datenschützer geben zu bedenken, dass diese Art von Informationsbeschaffung gegen das Datenschutzrecht verstößt und verboten werden sollte. Google weißt jegliche Verantwortung von sich und erklärt, es liege in der Hand der Nutzer für die Einhaltung des Datenschutzes zu sorgen.

Darüber hinaus gäbe es für deutsche Nutzer Deaktivierungsmöglichkeiten und die Option ihre IP-Adresse kürzen zu lassen, um ihre Daten nicht preis zu geben. Dies entspräche den Vorgaben des EU-Rechts und sei nicht gesetzeswidrig.

Thilo Weichert, Landesdatenschützer in Schleswig-Holstein, ist anderer Meinung. Er ist der Ansicht, dass verschiedene Aspekte gegen den Datenschutz verstoßen. So werden die Nutzer der Webseiten in keiner Weise darüber informiert, was weiterhin mit ihren Daten geschieht und haben keinen Einfluss auf die Übermittlung ihrer Daten außerhalb der EU.

Fraglich ist dennoch, ob eine IP-Adresse überhaupt als Nutzeridentifzierung ausreicht. Das Amtsgericht Berlin- Mitte beantwortete diese Frage mit Ja, ein anderer Prozess im Amtsgericht München urteilte gegenteilig.

Die Datenschutzbehörde in Schleswig Holstein wird sich weiterhin für ein Verbot der Google Analytics einsetzen. Sie weisen Webseitenbetreiber an, die gespeicherten Daten zu löschen und die Benutzung des Dienstes einzustellen. Die meisten Aufforderungen wurden akzeptiert und umgesetzt.

Weitere Informationen zum Schutz vor Google Analytics finden man auf der Internetseite https://www.datenschutzzentrum.de/tracking/schutz-vor-tracking.html.

Small Business Act für Europa

Im “Small Business Act” für Europa (SBA) der im Juni 2008 angenommen wurde, spiegelt sich der politische Wille der Kommission wider, die zentrale Rolle des Mittelstandes für die Europäische Wirtschaft anzuerkennen und zum ersten Mal in einem anspruchsvollen und abgestimmten Rahmen für die EU und ihre Mitgliedsstaaten fest zu schreiben. Er zielt darauf ab, die grundsätzliche Haltung zum Unternehmergeist in unserer Gesellschaft zu verbessern und das Prinzip “Vorfahrt für KMU” unumkehrbar in der europäischen Politik und in den Verwaltungen zu verankern.

Der Small Business Act soll Unternehmen auch dabei helfen, noch stärker und schneller wachsen zu können und geht deshalb alle noch verbliebenen Wachstumshindernisse auf der europäischen Ebene an.

Der “Small Business Act” für Europa wendet sich an alle Unternehmen die wirtschaftlich unabhängig sind, dabei weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz und/oder eine Bilanz unter einem bestimmten Grenzwert besitzen: damit können 99% aller europäischen Unternehmen vom Small Business Act profitieren.

Februar 2011: SBA Fortschrittsbericht: Was für KMU erreicht wurde und was noch zu tun ist

Der Small Business Act Fortschrittsbericht gibt einen Überblick über Fortschritte bei der Umsetzung des Small Business Act und er erläutert neue Massnahmen, die in der Folge der Wirtschaftskrise notwendig geworden sind. Zwischen 2008 und 2010 haben die Kommission und die Mitgliedstaaten Massnahmen ergriffen, um Bürokratielasten zu verringern, um den Zugang von KMU zu Krediten zu erleichtern und um ihnen den Marktzugang zu erleichtern. Obwohl die meisten dieser Schritte durch den Small Business Act initiiert wurden, zeigt der Fortschrittsbericht, dass noch viel mehr getan werden muss, um KMU zu helfen.

  • Für eine Zusammenfassung des Small Business Act Fortschrittsberichts, siehe die Pressemitteilung
  • Pressememo: Was wurde für KMU getan und was zu tun ist – Überblick über die neuen Massnahmen
  • Pressememo: Erfolgreiche Initiativen: Der SBA unterstützt erfolgreich unternehmerische Initiative und kleine Unternehmen
  • Der SBA Fortschrittsbericht (PDF)

Kurz gesagt, der Small Business Act…

… setzt sich aus 10 Prinzipien zusammen, welche die Erarbeitung und Umsetzung von Politiken auf EU und auf nationaler Ebene bestimmen. Dies ist unerlässlich für KMU, um faire Ausgangsbedingungen für den Wettbewerb in der EU zu bekommen und das bürokratische und gesetzgeberische Umfeld mittelstandsfreundlich zu gestalten. Nur so können sie ihre Wachstums- und Beschäftigungspotenziale voll ausschöpfen;

… ist ein ehrgeiziges Paket aus praxisnahen und langfristigen neuen Maßnahmen, darunter vier legislative Vorschläge, die diese Prinzipien in konkrete Aktionen auf nationaler und EU Ebene umsetzen;

… ist durch den EU-Ministerrat im Dezember 2008 politisch angenommen worden, damit sowohl die Kommission als auch die Mitgliedsstaaten sich auf dessen Umsetzung verpflichten und eine dementsprechende Überprüfung stattfindet. Quelle: PM & Bild © Europäische Kommission