Facebook öffnet den Zugang zu Adressen und Telefonnummern

Wie in den letzten Tagen bekannt wurde, hat Facebook die Grenzen zu den Adressen und Telefonnummern der User von Facebook für unterschiedliche Anwendungen geöffnet. Damit steht es jeglichen Blogbetreibern und Anwendungen, wie Apps und ähnliche Funktionen frei, persönliche Daten von Facebooknutzern zu erfragen.

Dies wirft bundesweite Kritik auf. Laut den Betreibern von Facebook würde zwar jeder Nutzer vor dem Freischalten dieser Aktion eine Mitteilung erhalten, indem jeder Nutzer einer Weitergabe der persönlichen Informationen zustimmen müsse, doch trägt dieses Unterfangen sicherlich große Risiken.

So ist wohl davon auszugehen, dass ein Großteil der Nutzer diese Nachricht nur halbherzig liest und dadurch seine Daten mit nur einem unbewussten Klick freigibt. Dies müsste jedoch durch eine Offenlegung des umstrittenen Vorhabens verhindert werden. So müssten die Nutzer sehr viel mehr Informationen und Sicherheitsrisiken erhalten, was nun genau mit den persönlichen Daten geschieht, wenn sie diese mit einem Klick der Weitergabe der selbigen zustimmen.

Hier ist die eigene Kompetenz im Umgang mit Medien und des Wissens der Anfälligkeit von persönlichen Daten gefragt. Da gerade die junge Generation dieses Wissen eher nicht besitzt, ist gerade diese von dem Missbrauch der eigenen persönlichen Daten betroffen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.

Oft wird die eigene Adresse oder die Telefonnummer aus unbedachten Gründen angegeben. Dies nutzen Online-Kriminelle oft für sich aus und sammeln persönliche Daten für ihre illegalen Machenschaften.

Facebook selbst hat im Sinn, durch die Offenlegung von persönlichen Daten der Facebooknutzer eine Vernetzung von unterschiedlichen Online-Aktivitäten zu erhalten. So sollen verschiedenste Apps auf Facebook auf die Interessen der Nutzer besser individuell eingehen können.

Ob dieser Zweck jedoch der Ausnutzung von persönlichen Daten geschuldet werden sollte, bleibt fraglich. Letztlich führt es uns wieder vor Augen, dass es immens wichtig ist, sich selbst besser zu informieren und abzuwägen, für wen man persönliche Daten freigibt. Die Medienkompetenz muss bundesweit besser geschult und trainiert werden.

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