Werbemarkt in Deutschland boomt

Die deutsche Werbebranche boomt seit 2010 wieder. Wie das Hamburger Medienforschungsunternehmen Nielsen am 12.01.2011 bekannt gab, wurden im Jahr 2010 gut 25 Milliarden Euro in herkömmliche Medien investiert.

Mit einem enormen Wachstum von 11 Prozent verzeichnet die deutsche Werbebranche einen beachtlichen und neuen Höchststand im Vergleich zum schwachen Vorjahr. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 16,2 Prozent mehr in Fernsehwerbung investiert. Das sind unglaubliche 10,9 Milliarden Euro.

Auch die schaltung von Werbung in den Tagesblättern verzeichnete einen Anstieg von 1,1 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr und in den Illustrierten sogar ein Anstieg von 4,3 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro.

Radio lohnt sich, dort wurden 1,4 Milliarden Euro erwirtschaftet, das bedeutet eine Steigerung um 5,2 Prozent. Am stärksten legte der Onlinewerbemarkt zu. Mit voluminösen 34,8 Prozent wurden daraus 2,4 Milliarden Euro an Werbeeinnahmen erzielt.

Auch die Plakatwerbung konnte ein Plus von 6,4 Prozent verbuchen und erzielte somit 970 Millionen Euro. Die Medien Kino und Fachzeitschriften konnten ebenfalls einen Anstieg erzielen. Nach Aussagen von Nielsen haben alle klassischen oder traditionellen Medien im Jahr 2010 von der Entwicklung im Bereich der Werbung Gewinn gemacht.

Laut Ludger Wibbelt haben viele Onlinefirmen die ihre Internetdienstleistungen möglichst schnell bekannt machen und verbreiten wollen verstärkt auf die Werbung im Fernseher gesetzt. Wibbels bezeichnete den geteilten Einsatz von TV-Spots und etwas Onlinewerbung als optimalen Mix. Die Branche der Online-Dienstleistungen, der Versandhandel, die Automobilhersteller sowie die Süßwarenhersteller und Musikbereiche steigerten ihre Ausgaben an Werbekosten deutlich.

Dagegen sparten die Discounter und Milchproduktehersteller im Bereich der Werbung. Bei den vom Medienforschungsunternehmen Nielsen genannten Zahlen handelt es sich um Bruttowerbezahlen und diese liegen in der Regel deutlich über den tatsächlichen Einnahmen der Firmen die Werbung schalten.

Die Bruttozahlen und die tatsächlichen Einnahmen variieren aufgrund von Rabatten die Großkunden geboten werden. Bild: © stock.xchng (SXC)

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